»Smart City«: Neue Impulse für unsere Städte

Erfolgreiche Lösungen müssen intelligent und maßgeschneidert sein

© pab_map / fotolia
April 18, 2016
Markus Holzke
Geschäftsführer / CEO
SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH
Dr. André Schimmel
Mitglied der Geschäftsleitung
SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH
Spie

Was haben Dortmund, Hamburg und München gemeinsam? Nicht viel. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: Diese deutschen Städte stehen – ebenso wie alle anderen weltweit auch – vor immensen Herausforderungen. Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel, innere Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Energiewende, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Verkehr, E-Mobilität – das sind  einige der Problemfelder, für die künftig neue Lösungen gefunden werden müssen.

Unbestritten ist: Die zukunftsfähige Stadt muss »smarter«, also intelligenter werden. » Smart City« lautet das Schlagwort, das – zu Recht – in aller Munde ist. Es gibt kaum eine Diskussion – sei es auf kommunaler oder EU-Ebene oder in einem Umfeld wie der Cebit –, in der nicht von »Smart City« die Rede ist. Dabei verbinden unterschiedliche Akteure zwar unterschiedliche Szenarien und Definitionen mit ihrer Vorstellung einer » klugen« Stadt; gemeinsam ist jedoch allen, dass es um digitale, aufeinander abgestimmte Problemlösungsvisionen im Dienst der Bürger, der Umwelt und der (kommunalen) Wirtschaftlichkeit geht.

Eine Vielzahl komplexer Herausforderungen

Aktuell leben zirka 75 Prozent der Bevölkerung Deutschlands in Städten – Tendenz steigend. Für das Jahr 2030 wird ein Zuwachs auf 78,3 Prozent vorausgesagt. Weitere Fakten sind: Die Deutschen werden immer älter, die Energiewende ist in vollem Gang, Umwelt- und Sicherheitspolitik stehen vor Herausforderungen. Wirtschaftlichkeit und innovative, intelligent vernetzte Verkehrssysteme sind weitere zentrale Bereiche, wenn es um Zukunftsfähigkeit geht. Der Lebensraum » Stadt« muss an die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. Nur wenn  Städte Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Infrastruktur für die Bürger und die Wirtschaft bieten, bleiben sie wettbewerbsfähig und sichern so langfristig ihren Wohlstand. Ebenso wie beim Konzept »Smart Building«, bei dem Betriebskosten spürbar gesenkt werden und CO2 -Emissionen erheblich verringern, greifen solche Effekte beim Konzept beim »Smart City«. Bedeutender Unterschied: Zu Ende gedacht, kann » Smart City« in alle Lebensbereiche hineinspielen, sie sinnvoll vernetzen und verbinden und die Lebensqualität aller Bürger positiv beeinflussen. Die Kernfelder sind öffentliche Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Industrie, Energie und Umwelt, Gebäude sowie Mobilität.

‍Bei »Smart City«-Projekten empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Multitechnik-Dienstleister, der Know-how und Hardware aus einer Hand anbietet, Quelle: Spie

Eine Stadt wird schrittweise »smart«

Weltweit gehen die Kommunen unterschiedliche Wege. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger sind dabei Wien, Singapur und Chicago die Städte mit den besten Strategieansätzen. Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Projekten. Gemeinsam ist allen, dass Daten aus verschiedenen Quellen intelligent miteinander verknüpft werden. » Smart Home« , »Smart Grid« und »Smart Building« werden zusammengeführt. Die Stadtbewohner werden Teil der technischen Infrastruktur. Zwischen ihnen und der sie umgebenden Technologie findet ein konstanter Austausch statt. Prinzipien, die SPIE bereits unter anderem erfolgreich in den Bereichen »Smart Building«, »Energy Efficiency« sowie bei modernen Kommunikationsinfrastrukturen oder optimierten Verkehrs- und Informationssystemen umsetzt.

Grundlagen für eine intelligente, vernetzte Stadt sind ein flächendeckendes WLAN-Netz sowie sichere Datennetzverbindungen. Rückgrat der Vernetzung ist ein performantes IT-Netzwerk. Cisco Systems prognostiziert, dass sich die M2M-Verbindungen (also direkte Verbindungen zwischen Maschinen und Anlagen) in den kommenden vier Jahren verdreifachen werden. Durch die Verbindung und Kommunikation von Systemen werden Daten ausgetauscht und Prozesse ausgelöst. Das kann – wo immer möglich und sinnvoll – automatisiert geschehen. Informationen, wie beispielsweise der schnellste Weg ins Krankenhaus oder der nächste freie Parkplatz, lassen sich an die Bürger (und in weiterer Zukunft auch an autonom fahrende Autos) weitergeben. E-Mobilität lässt sich mit öffentlichem Nahverkehr koordinieren. Haushalte, Industrie und (dezentrale) Kraftwerke können miteinander kommunizieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und realisierbar ist bereits vieles.

Vom »Smart Home« über »Smart Building« hin zu »Smart City«

»Smart Home« mit Annehmlichkeiten, Unterstützung und Sicherheit für den persönlichen Bereich ist ebenso längst Realität wie intelligente Gebäudetechnik. Als Multitechnik-Dienstleister bietet SPIE im Bereich »Smart Building« erfolgreich passgenaue Systemlösungen für große Industriebetriebe, anspruchsvolle Veranstaltungs- und Eventstätten, kommunale Einrichtungen und moderne Bürogebäude. Das Know-how der Experten und die technischen  Lösungen lassen sich auf den städtischen Raum ausweiten und übertragen. Eine Besonderheit bei der » smarten« Stadt ist jedoch, dass hier – ganz im Gegensatz zu Neubauten – auch immer die bereits bestehenden Gegebenheiten mit in Planung, Umsetzung und Betrieb zu integrieren sind. Das ist eine Herausforderung. Schon bei der Installation eines »smarten« Gebäudes ist es wesentlich einfacher, neu zu bauen, als in bereits bestehende Substanz zu integrieren. Hier ist Erfahrung gefragt.

Dass ganze Städte, so wie das südkoreanische Songdo oder die » Zukunftsstadt« Masdar im Emirat Abu Dhabi, ganz neu gebaut werden, ist hierzulande Utopie. Es gilt hier vielmehr immer, Lösungen zu finden und umzusetzen, die nicht nur technisch realisierbar, sondern auch sinnvoll sind. Dabei sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. Energieeinsparung zählt hier genauso wie die Verbesserung der Servicequalität oder Kosteneinsparung durch Prozessverbesserungen. Und immer muss bei » Smart City«-Projekten auch die Akzeptanz durch die Bürger berücksichtigt werden. Es ist deshalb ausgesprochen sinnvoll, wenn Entscheidungsfinder nur einen kompetenten Ansprechpartner haben, der einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und Komplettlösungen anbieten kann. Die Entwicklung von SPIE hin zu einem Multitechnik-Dienstleister, der alles aus einer Hand anbietet, trägt diesem Umstand Rechnung.

Ein flächendeckendes WLAN-Netz mit sicheren Datenverbindungen ist die Grundlage für eine intelligente, vernetzte Stadt
(© pab_map / fotolia)

Durch Zukäufe zielstrebig Richtung Zukunft

Die Komplexität der Anforderungen, die eine »smarte« Stadt stellt, verlangt nach einem Partner, der Lösungen in sehr unterschiedlichen Bereichen liefern kann. SPIE hat sich als Multitechnik-Dienstleiter konsequent immer breiter aufgestellt und sich so neue Perspektiven eröffnet. Sämtliche Zukäufe spiegeln wieder, dass sich das Unternehmen zielstrebig Richtung Zukunft entwickelt. SPIE ist heute in der Lage, Know-how und Hardware für die unterschiedlichsten Bereiche, die bei der Entwicklung, der Umsetzung und beim Betreiben einer »smarten« Stadt zentral sind, bereitzustellen. Als einziger Multitechnik-Dienstleister in Deutschland und Zentraleuropa deckt SPIE nahezu das komplette Leistungsspektrum an technischen Dienstleistungen für Gebäude, Infrastrukturen und Anlagen ab.

Mit der SAG als Teil von SPIE hat das Unternehmen entscheidende Kompetenz im Feld der energietechnischen Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen hinzugewonnen. SAG bietet herstellerunabhängige Services und Systeme für die Energieerzeugung sowie die Übertragung und Verteilung von Strom-, Gas- und Wassernetzen. Gerade vor dem Hintergrund der Energiewende, die auf erneuerbare Energien, virtuelle und dezentrale Kraftwerke setzt, muss sich Grundlegendes ändern. Die Netze müssen intelligent werden, um Produktion und Bedarf aufeinander abzustimmen.

Ohne »Smart Grid« (intelligente Netze) und » Smart Meter« (intelligente Bedarfs- und Verbrauchsmessung) kann die Energiewende nicht funktionieren. Mit iNES, einem intelligenten Verteilnetz Management, hat SAG bereits vor einigen Jahren die erste echte »Smart Grid«-Plattform entwickelt, mit der individuelle Visionen eines intelligenten Netzes realisiert werden können. iNES ermöglicht, ein bestehendes Ortsnetz mit einem modularen, autarken Mess- und Regelsystem zu erweitern, mit dem die kompletten Einspeise- und Lastflusssituationen in Echtzeit kontrolliert und bei Bedarf kritische Abweichungen gezielt behoben werden können. Das System gewährleistet Versorgungssicherheit in Städten auch in Zukunft.

In der Smart City muss gewährleistet sein, dass Daten gegen Hackerangriffe oder Störungen abgesichert sind (© HYWARDS / thinkstock)

Interdisziplinäre Teams für Kompetenz an den Schnittstellen

Bereits Ende 2015 hat SPIE Hartmann Elektrotechnik erworben und damit Spezialwissen unter anderem im Bereich  E-Mobilität hinzugewonnen. Hartmann Elektrotechnik brachte Expertise mit in den Bereichen ICT sowie mechanischen und elektrotechnischen Dienstleistungen, insbesondere Netzwerk-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik sowie Industrietechnik. Ein weiterer wichtiger Schritt war 2014 die Bereicherung durch den Informations- und Kommunikationsspezialisten FLEISCHHAUER. Mit dem Erwerb der LÜCK-Gruppe im Mai 2017 baut SPIE die Kompetenz in den Bereichen Mechanik und Elektrotechnik in Deutschland weiter aus. Die LÜCK-Gruppe ist spezialisiert auf Gebäudetechnik mit einem Fokus auf Lösungen für Rechenzentren. Von der Beratung und Planung bis zur Umsetzung und dem Betreiben bietet die Unternehmensgruppe ganzheitliche Lösungen vor allem in den Bereichen der elektronischen und mechanischen Gebäudetechnik an.

Innerhalb von SPIE Deutschland und Zentraleuropa wachsen die unterschiedlichen Säulen zu einem servicestarken, vernetzten, flexiblen und leistungsfähigen Ganzen zusammen. ONE SPIE ist dabei nicht nur ausgesprochene Maxime des Multitechnik-Dienstleisters, es ist täglich gelebte Praxis. Interdisziplinäre Teams gewährleisten die Schnittstellen-Kompetenz.

Cybersicherheit ist unerlässlich

Je mehr Bits und Bytes in der intelligenten Stadt vernetzt sind, desto wichtiger wird das Thema Cybersicherheit. Zum einen geht es hier um den (persönlichen) Datenschutz, der garantiert, dass die Persönlichkeitssphäre gewahrt bleibt und sensible Daten geschützt sind. Zum anderen kann » Smart City« nicht ohne höchste Datensicherheit auskommen. Hier muss gewährleistet werden, dass die Daten gegen Hackerangriffe oder Störungen abgesichert sind. Denn je komplexer die Verbindungen, desto größer die Auswirkungen einer Störung. Expertise in Datensicherheit ist notwendig, um einen Blackout oder einen anderen massiven Eingriff zu verhindern. SPIE hat sie. In großen Büro- oder Industrieanlagen sorgen die Experten bereits jetzt für sicheren Datenschutz.

Markus Holzke 

ist seit 1. April 2014 alleiniger Geschäftsführer der SPIE GmbH Unternehmensgruppe. Als Offizier der Bundeswehr studierte Holzke an der Universität der Bundeswehr in München und schloss als Diplom-Kaufmann ab. Ab 2006 war er in verschiedenen Führungspositionen bei der TÜV SÜD AG tätig– unter anderem auch als Vice President Regional Finance & Controlling der Region Asia Pacific in Singapur. 2010 wechselte er als Leiter Controlling in das Segment Service Solutions der HOCHTIEF Solutions AG. 2012 wurde er kaufmännischer Leiter dieses Segments, das 2013 mit dem Verkauf an die SPIE-Gruppe zur SPIE GmbH wurde. Markus Holzke war fortan als Mitglied der Geschäftsführung für alle kaufmännischen Themen sowie das Risikomanagement und die IT zuständig.

Dr. André Schimmel 

ist Mitglied der Geschäftsleitung der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. Als Leiter Strategie & Geschäftsentwicklung von SPIE Deutschland & Zentraleuropa verantwortet er  die Bereiche Geschäftsentwicklung & Vertrieb, M&A, HSEQ sowie  Marketing & Kommunikation. Nach Abschluss seiner Promotion an der TU Dresden arbeitete Herr Dr. Schimmel mehrere Jahre für Top-Management-Beratungen mit den Schwerpunkten Strategie und Organisation. Bereits seit 2007 ist er für SPIE (vormals Hochtief Service Solutions) in verschiedenen Führungspositionen tätig.

Was haben Dortmund, Hamburg und München gemeinsam? Nicht viel. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: Diese deutschen Städte stehen – ebenso wie alle anderen weltweit auch – vor immensen Herausforderungen. Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel, innere Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Energiewende, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Verkehr, E-Mobilität – das sind  einige der Problemfelder, für die künftig neue Lösungen gefunden werden müssen.

Unbestritten ist: Die zukunftsfähige Stadt muss »smarter«, also intelligenter werden. » Smart City« lautet das Schlagwort, das – zu Recht – in aller Munde ist. Es gibt kaum eine Diskussion – sei es auf kommunaler oder EU-Ebene oder in einem Umfeld wie der Cebit –, in der nicht von »Smart City« die Rede ist. Dabei verbinden unterschiedliche Akteure zwar unterschiedliche Szenarien und Definitionen mit ihrer Vorstellung einer » klugen« Stadt; gemeinsam ist jedoch allen, dass es um digitale, aufeinander abgestimmte Problemlösungsvisionen im Dienst der Bürger, der Umwelt und der (kommunalen) Wirtschaftlichkeit geht.

Eine Vielzahl komplexer Herausforderungen

Aktuell leben zirka 75 Prozent der Bevölkerung Deutschlands in Städten – Tendenz steigend. Für das Jahr 2030 wird ein Zuwachs auf 78,3 Prozent vorausgesagt. Weitere Fakten sind: Die Deutschen werden immer älter, die Energiewende ist in vollem Gang, Umwelt- und Sicherheitspolitik stehen vor Herausforderungen. Wirtschaftlichkeit und innovative, intelligent vernetzte Verkehrssysteme sind weitere zentrale Bereiche, wenn es um Zukunftsfähigkeit geht. Der Lebensraum » Stadt« muss an die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. Nur wenn  Städte Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Infrastruktur für die Bürger und die Wirtschaft bieten, bleiben sie wettbewerbsfähig und sichern so langfristig ihren Wohlstand. Ebenso wie beim Konzept »Smart Building«, bei dem Betriebskosten spürbar gesenkt werden und CO2 -Emissionen erheblich verringern, greifen solche Effekte beim Konzept beim »Smart City«. Bedeutender Unterschied: Zu Ende gedacht, kann » Smart City« in alle Lebensbereiche hineinspielen, sie sinnvoll vernetzen und verbinden und die Lebensqualität aller Bürger positiv beeinflussen. Die Kernfelder sind öffentliche Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Industrie, Energie und Umwelt, Gebäude sowie Mobilität.

‍Bei »Smart City«-Projekten empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Multitechnik-Dienstleister, der Know-how und Hardware aus einer Hand anbietet, Quelle: Spie

Eine Stadt wird schrittweise »smart«

Weltweit gehen die Kommunen unterschiedliche Wege. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger sind dabei Wien, Singapur und Chicago die Städte mit den besten Strategieansätzen. Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Projekten. Gemeinsam ist allen, dass Daten aus verschiedenen Quellen intelligent miteinander verknüpft werden. » Smart Home« , »Smart Grid« und »Smart Building« werden zusammengeführt. Die Stadtbewohner werden Teil der technischen Infrastruktur. Zwischen ihnen und der sie umgebenden Technologie findet ein konstanter Austausch statt. Prinzipien, die SPIE bereits unter anderem erfolgreich in den Bereichen »Smart Building«, »Energy Efficiency« sowie bei modernen Kommunikationsinfrastrukturen oder optimierten Verkehrs- und Informationssystemen umsetzt.

Grundlagen für eine intelligente, vernetzte Stadt sind ein flächendeckendes WLAN-Netz sowie sichere Datennetzverbindungen. Rückgrat der Vernetzung ist ein performantes IT-Netzwerk. Cisco Systems prognostiziert, dass sich die M2M-Verbindungen (also direkte Verbindungen zwischen Maschinen und Anlagen) in den kommenden vier Jahren verdreifachen werden. Durch die Verbindung und Kommunikation von Systemen werden Daten ausgetauscht und Prozesse ausgelöst. Das kann – wo immer möglich und sinnvoll – automatisiert geschehen. Informationen, wie beispielsweise der schnellste Weg ins Krankenhaus oder der nächste freie Parkplatz, lassen sich an die Bürger (und in weiterer Zukunft auch an autonom fahrende Autos) weitergeben. E-Mobilität lässt sich mit öffentlichem Nahverkehr koordinieren. Haushalte, Industrie und (dezentrale) Kraftwerke können miteinander kommunizieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und realisierbar ist bereits vieles.

Vom »Smart Home« über »Smart Building« hin zu »Smart City«

»Smart Home« mit Annehmlichkeiten, Unterstützung und Sicherheit für den persönlichen Bereich ist ebenso längst Realität wie intelligente Gebäudetechnik. Als Multitechnik-Dienstleister bietet SPIE im Bereich »Smart Building« erfolgreich passgenaue Systemlösungen für große Industriebetriebe, anspruchsvolle Veranstaltungs- und Eventstätten, kommunale Einrichtungen und moderne Bürogebäude. Das Know-how der Experten und die technischen  Lösungen lassen sich auf den städtischen Raum ausweiten und übertragen. Eine Besonderheit bei der » smarten« Stadt ist jedoch, dass hier – ganz im Gegensatz zu Neubauten – auch immer die bereits bestehenden Gegebenheiten mit in Planung, Umsetzung und Betrieb zu integrieren sind. Das ist eine Herausforderung. Schon bei der Installation eines »smarten« Gebäudes ist es wesentlich einfacher, neu zu bauen, als in bereits bestehende Substanz zu integrieren. Hier ist Erfahrung gefragt.

Dass ganze Städte, so wie das südkoreanische Songdo oder die » Zukunftsstadt« Masdar im Emirat Abu Dhabi, ganz neu gebaut werden, ist hierzulande Utopie. Es gilt hier vielmehr immer, Lösungen zu finden und umzusetzen, die nicht nur technisch realisierbar, sondern auch sinnvoll sind. Dabei sind mehrere Faktoren ausschlaggebend. Energieeinsparung zählt hier genauso wie die Verbesserung der Servicequalität oder Kosteneinsparung durch Prozessverbesserungen. Und immer muss bei » Smart City«-Projekten auch die Akzeptanz durch die Bürger berücksichtigt werden. Es ist deshalb ausgesprochen sinnvoll, wenn Entscheidungsfinder nur einen kompetenten Ansprechpartner haben, der einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und Komplettlösungen anbieten kann. Die Entwicklung von SPIE hin zu einem Multitechnik-Dienstleister, der alles aus einer Hand anbietet, trägt diesem Umstand Rechnung.

Ein flächendeckendes WLAN-Netz mit sicheren Datenverbindungen ist die Grundlage für eine intelligente, vernetzte Stadt
(© pab_map / fotolia)

Durch Zukäufe zielstrebig Richtung Zukunft

Die Komplexität der Anforderungen, die eine »smarte« Stadt stellt, verlangt nach einem Partner, der Lösungen in sehr unterschiedlichen Bereichen liefern kann. SPIE hat sich als Multitechnik-Dienstleiter konsequent immer breiter aufgestellt und sich so neue Perspektiven eröffnet. Sämtliche Zukäufe spiegeln wieder, dass sich das Unternehmen zielstrebig Richtung Zukunft entwickelt. SPIE ist heute in der Lage, Know-how und Hardware für die unterschiedlichsten Bereiche, die bei der Entwicklung, der Umsetzung und beim Betreiben einer »smarten« Stadt zentral sind, bereitzustellen. Als einziger Multitechnik-Dienstleister in Deutschland und Zentraleuropa deckt SPIE nahezu das komplette Leistungsspektrum an technischen Dienstleistungen für Gebäude, Infrastrukturen und Anlagen ab.

Mit der SAG als Teil von SPIE hat das Unternehmen entscheidende Kompetenz im Feld der energietechnischen Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen hinzugewonnen. SAG bietet herstellerunabhängige Services und Systeme für die Energieerzeugung sowie die Übertragung und Verteilung von Strom-, Gas- und Wassernetzen. Gerade vor dem Hintergrund der Energiewende, die auf erneuerbare Energien, virtuelle und dezentrale Kraftwerke setzt, muss sich Grundlegendes ändern. Die Netze müssen intelligent werden, um Produktion und Bedarf aufeinander abzustimmen.

Ohne »Smart Grid« (intelligente Netze) und » Smart Meter« (intelligente Bedarfs- und Verbrauchsmessung) kann die Energiewende nicht funktionieren. Mit iNES, einem intelligenten Verteilnetz Management, hat SAG bereits vor einigen Jahren die erste echte »Smart Grid«-Plattform entwickelt, mit der individuelle Visionen eines intelligenten Netzes realisiert werden können. iNES ermöglicht, ein bestehendes Ortsnetz mit einem modularen, autarken Mess- und Regelsystem zu erweitern, mit dem die kompletten Einspeise- und Lastflusssituationen in Echtzeit kontrolliert und bei Bedarf kritische Abweichungen gezielt behoben werden können. Das System gewährleistet Versorgungssicherheit in Städten auch in Zukunft.

In der Smart City muss gewährleistet sein, dass Daten gegen Hackerangriffe oder Störungen abgesichert sind (© HYWARDS / thinkstock)

Interdisziplinäre Teams für Kompetenz an den Schnittstellen

Bereits Ende 2015 hat SPIE Hartmann Elektrotechnik erworben und damit Spezialwissen unter anderem im Bereich  E-Mobilität hinzugewonnen. Hartmann Elektrotechnik brachte Expertise mit in den Bereichen ICT sowie mechanischen und elektrotechnischen Dienstleistungen, insbesondere Netzwerk-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik sowie Industrietechnik. Ein weiterer wichtiger Schritt war 2014 die Bereicherung durch den Informations- und Kommunikationsspezialisten FLEISCHHAUER. Mit dem Erwerb der LÜCK-Gruppe im Mai 2017 baut SPIE die Kompetenz in den Bereichen Mechanik und Elektrotechnik in Deutschland weiter aus. Die LÜCK-Gruppe ist spezialisiert auf Gebäudetechnik mit einem Fokus auf Lösungen für Rechenzentren. Von der Beratung und Planung bis zur Umsetzung und dem Betreiben bietet die Unternehmensgruppe ganzheitliche Lösungen vor allem in den Bereichen der elektronischen und mechanischen Gebäudetechnik an.

Innerhalb von SPIE Deutschland und Zentraleuropa wachsen die unterschiedlichen Säulen zu einem servicestarken, vernetzten, flexiblen und leistungsfähigen Ganzen zusammen. ONE SPIE ist dabei nicht nur ausgesprochene Maxime des Multitechnik-Dienstleisters, es ist täglich gelebte Praxis. Interdisziplinäre Teams gewährleisten die Schnittstellen-Kompetenz.

Cybersicherheit ist unerlässlich

Je mehr Bits und Bytes in der intelligenten Stadt vernetzt sind, desto wichtiger wird das Thema Cybersicherheit. Zum einen geht es hier um den (persönlichen) Datenschutz, der garantiert, dass die Persönlichkeitssphäre gewahrt bleibt und sensible Daten geschützt sind. Zum anderen kann » Smart City« nicht ohne höchste Datensicherheit auskommen. Hier muss gewährleistet werden, dass die Daten gegen Hackerangriffe oder Störungen abgesichert sind. Denn je komplexer die Verbindungen, desto größer die Auswirkungen einer Störung. Expertise in Datensicherheit ist notwendig, um einen Blackout oder einen anderen massiven Eingriff zu verhindern. SPIE hat sie. In großen Büro- oder Industrieanlagen sorgen die Experten bereits jetzt für sicheren Datenschutz.

Markus Holzke 

ist seit 1. April 2014 alleiniger Geschäftsführer der SPIE GmbH Unternehmensgruppe. Als Offizier der Bundeswehr studierte Holzke an der Universität der Bundeswehr in München und schloss als Diplom-Kaufmann ab. Ab 2006 war er in verschiedenen Führungspositionen bei der TÜV SÜD AG tätig– unter anderem auch als Vice President Regional Finance & Controlling der Region Asia Pacific in Singapur. 2010 wechselte er als Leiter Controlling in das Segment Service Solutions der HOCHTIEF Solutions AG. 2012 wurde er kaufmännischer Leiter dieses Segments, das 2013 mit dem Verkauf an die SPIE-Gruppe zur SPIE GmbH wurde. Markus Holzke war fortan als Mitglied der Geschäftsführung für alle kaufmännischen Themen sowie das Risikomanagement und die IT zuständig.

Dr. André Schimmel 

ist Mitglied der Geschäftsleitung der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. Als Leiter Strategie & Geschäftsentwicklung von SPIE Deutschland & Zentraleuropa verantwortet er  die Bereiche Geschäftsentwicklung & Vertrieb, M&A, HSEQ sowie  Marketing & Kommunikation. Nach Abschluss seiner Promotion an der TU Dresden arbeitete Herr Dr. Schimmel mehrere Jahre für Top-Management-Beratungen mit den Schwerpunkten Strategie und Organisation. Bereits seit 2007 ist er für SPIE (vormals Hochtief Service Solutions) in verschiedenen Führungspositionen tätig.

Mehr zum Thema

Smart City
Sie stehen vor einer Facility Management-Herausforderung? Dann nehmen Sie mit unseren Experten Kontakt auf!
Jetzt Kontakt aufnehmen

Sie wollen mehr zu Facility Management erfahren?

Sie stehen vor einer Herausforderung und benötigen Antworten auf Ihre Fragen? Dann nehmen Sie mit unseren Experten Kontakt auf oder werfen Sie einen Blick auf das "Handbuch Facility Management"!
Jetzt Kontakt aufnehmen!Mehr zu "Handbuch Facility Management"

Das könnte Sie auch interessieren...

Vernetzte Welt – wie das Internet der Dinge unseren Alltag smarter und effizienter macht

Jan Salomon
11. Jan. 2018
Ob privater oder beruflicher Alltag – mittlerweile hält das Internet der Dinge in all unseren Lebensbereichen Einzug...
Jetzt weiterlesen

BIM und FM – Wohin geht die Reise?

Ralph Englert
09.Jan.2018
Smart Building, Augmented & Virtual Reality, IoT, AI, B IM – schöne neue Welt! Als Megatrend durchdringt das Thema Digitalisierung alle ...
Jetzt weiterlesen

In or out? Kritische Entscheidungs- und Erfolgsfaktoren beim Outsourcing

Fritz-Klaus Lange
11. Jan. 2018
Immobilien wurden insbesondere in der Produktionswirtschaft lange Zeit lediglich als notwendige Komponente der Produktion ...
Jetzt weiterlesen