Vernetzte Welt – wie das Internet der Dinge unseren Alltag smarter und effizienter macht

Das Internet der Dinge hält in all unseren Lebensbereichen Einzug.

© Weedezign / iStock
April 18, 2016
Jan Salomon
Sales Manager FSC
Essity Professional Hygiene

Ob privater oder beruflicher Alltag – mittlerweile hält das Internet der Dinge in all unseren Lebensbereichen Einzug. Dabei haben neue Anwendungen durchaus das Potenzial, unsere Lebens- wie Arbeitsgewohnheiten grundlegend und dauerhaft zu verändern.

Schon heute hat sich das Internet der Dinge (Internet of Things oder »IoT«) einen festen Platz im Leben erobert – auch wenn es einem vielleicht gar nicht bewusst ist. Dabei verändert das IoT nicht nur die Art und Weise, wie Menschen das Internet nutzen, sondern verleiht Alltagsdingen auch einen Zusatznutzen, der über ihren ursprünglichen Gebrauchswert hinausreicht. Wie zum Beispiel die smarte Armbanduhr, die dank Sensoren Gesundheitsdaten sammelt und immer genau weiß, was der Nutzer tut und wie er sich dabei fühlt. Oder der vernetzte Rasierapparat, der selbstständig merkt, wann er neue Klingen nachbestellen muss. Neu ist auch die intelligente Zahnbürste, die via Smartphone-App mit dem Nutzer kommuniziert und ihm unter anderem mitteilt, wenn er mit zu viel Druck putzt. Noch versuchen viele Menschen allerdings herauszufinden, wohin die Reise  eigentlich führt, welche Möglichkeiten sie eröffnet beziehungsweise wo sie an ihre Grenzen stößt.

Das Internet der Dinge verbindet schon heute Daten aus vielen Bereichen unseres Lebens – von der Lichtsteuerung im Smart Home bis hin zu autonom fahrenden Autos

Der Traum von der Vernetzung

Klar ist hingegen: Beim Internet der Dinge geht es im Wesentlichen um die Vernetzung von Geräten über das Internet. Die Geräte können mit uns, aber auch untereinander kommunizieren – völlig ohne Menschen. Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung sind Smartphones, Wearables, Gesundheitsmessgeräte und autonome Autos. Gleichwohl beanspruchen mittlerweile sogar Kühlschränke und Kaffeemaschinen einen Platz im  immer größer werdenden Universum des Internets der Dinge.

Das IoT ist dabei nicht auf den Konsumsektor beschränkt. So lassen sich zum Beispiel Verkehrssensoren und Ampeln in Großstädten zu Verkehrsnetzwerken zusammenschalten, die den Verkehrsstrom autonom regeln. Genauso können weltweite Logistikketten nahtlos in Echtzeit überwacht werden. Die Idee, Geräte über das Internet zu vernetzen, ist nicht neu. Vielmehr liegt der aktuelle Hype größtenteils darin begründet, dass immer mehr Dinge drahtlos kommunizieren. Zudem wird Vernetzung immer billiger. Die Preise von Sensoren fallen und das rasante Wachstum bei Smartphones scheint ungebrochen.

Effizienz steigern, Kosten senken

Heute sind längst mehr Geräte via Internet verbunden, als es Menschen auf der Erde gibt. Das Technologieunternehmen Ericsson glaubt, dass es 2020 auf der Erde 7,6 Milliarden Menschen geben wird – und 50 Milliarden IoT-Geräte. Die Softwarefirma Cisco schätzt, dass sich mit dem IoT bis 2022 rund 14 Billionen US-Dollar verdienen lassen. Dabei bergen die IoT-Geräte und -Systeme enorme Effizienzgewinne – sowohl für Unternehmen als auch für jeden Einzelnen.

So konnte etwa Amazon die Produktivität in einigen seiner amerikanischen und europäischen Logistikzentren mehr als verdoppeln, indem dort autonome Kiva-Roboter den Betrieb organisieren. Mussten die Arbeiter bisher lange Wege zurücklegen, um die einzelnen Pakete aus den unterschiedlichen Regalen zum Verladen zu befördern, sind sie jetzt an stationären Verladeterminals tätig. Die Kivas bringen die Lagerregale mit den angeforderten Paketen direkt zu ihnen und markieren sie mit einem Laser, sodass die Arbeiter die Sendungen nur noch einscannen müssen.

Ein Beispiel aus Deutschland ist Roboter »Ray«. Das System parkt seit Sommer 2016 die Autos im VIP-Parkhaus am Düsseldorfer Flughafen auf den Zentimeter genau ein und bekommt so rund 40 Prozent mehr Fahrzeuge auf der gleichen Fläche unter als ein Mensch. Obendrein ist »Ray« mit dem Internet verbunden und informiert sich selbstständig über abfliegende und ankommende Flugzeuge, um die Autos so zu sortieren, dass sie je nach Ankunft der Besitzer pünktlich bereitstehen.

Ein bekanntes IoT-Beispiel aus dem Bereich der Smart-Home-Anwendungen ist »Nest«, ein Thermostat, das selbstständig den Tagesablauf des Benutzers erkennt und die Temperaturregelung im Haus da-rauf abstimmt. Das Gerät lässt sich via Smartphone, Tablet und PC zum Beispiel auf dem Rückweg von der Arbeit steuern und soll Energie- und Kosteneinsparungen bewirken.

Auch Waschräume werden zunehmend digital: Mit der IT-basierten Waschraumanwendung Tork EasyCubeTM von Tork wird ein bedarfsgerechtes Nachfüllen von Papier- und Seifen-spendern in Waschräumen möglich.(© Weedezign / iStock)

IoT + Facility Management = Tork EasyCubeTM

Energie- und Kosteneinsparungen durch IoT-Lösungen sind dabei nicht nur auf die heimischen vier Wände beschränkt, sie lassen sich auch im großen Stil realisieren. Denn die Digitalisierung und das Internet der Dinge haben auch Auswirkungen darauf, wie zukünftig ganze Gebäudekomplexe betrieben und instand gehalten werden. Mit IoT-Systemen lassen sich etwa Reinigungsprozesse optimieren sowie Ressourcen und Betriebskosten reduzieren. Hier setzt auch der IT-basierte Waschraumservice Tork EasyCubeTM an. Das Tool sammelt in Echtzeit via Sensortechnologie in den verknüpften Geräten Daten zu Besucherzahlen und Füllständen. Über eine intuitive Webanwendung erhält das Reinigungspersonal so detaillierte Informationen darüber, in welchen Waschräumen der Wartungsbedarf am dringendsten ist und wo aufgrund hoher Besucheranzahlen Reinigungsbedarf besteht. Zudem zeigt der Service an, mit welchen Verbrauchsmaterialien und -mengen der Reinigungswagen bestückt werden muss. Auf diese Weise gibt Tork EasyCubeTM Facility Managern die Möglichkeit, Waschräume effizienter sauber zu halten und gleichsam Kosten zu sparen. Darüber hinaus erleichtert es die Planung der Reinigungsrouten und trägt zu einer höheren Kundenzufriedenheit bei.

Davon ist auch Lukas von Känel überzeugt. Er ist Betriebsleiter im urbanen Konzeptcenter »Welle7« in Bern, wo Tork EasyCubeTM seit August 2016 im Einsatz ist und seither in den rund 30 Waschräumen für Hygiene auf höchstem Niveau sorgt. In Zahlen heißt das: Obwohl die Besucherzahlen in den Waschräumen von August 2016 bis November 2016 um 42 Prozent gestiegen sind, konnte die Zeit, in der die Spendersysteme beinahe leer waren, um 68 Prozent reduziert werden. »Ich denke, Tork EasyCubeTM leistet einen bedeutenden Beitrag dazu, dass sich die Kunden während ihres gesamten Aufenthalts bei uns wohlfühlen«, sagt von Känel.

Im Jahr 2015 implementierte bereits der Stockholmer Vergnügungspark Gröna Lund die webbasierte Anwendung in sein Facility Management, um die Reinigungsqualität in den Waschräumen zu steigern sowie kostengünstiger zu gestalten. Insgesamt 80 Waschräume sind auf dem Gelände in Betrieb und werden jedes Jahr von zirka 1,5 Millionen Parkbesuchern genutzt. Mithilfe des digitalen Services konnte der Freizeitpark die Besucherbeschwerden zu den Sanitäranlagen abstellen und belegt beim Kundenzufriedenheitsindex mittlerweile einen Wert von 80 Prozent. Darüber hinaus ließ sich der  Papierverbrauch um fünf Prozent senken. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

‍Über mobile Endgeräte wie das Handy oder ein Tablet werden die aktuellen Füllstände über Tork EasyCubeTM verschiedener Waschräume angezeigt.

Die Euphorie ist groß, die Sicherheit ausbaufähig

Das Internet der Dinge bietet schier unendliche Möglichkeiten, deren Reichweite noch gar nicht überblickt werden kann. Die Euphorie ist groß, die Baustellen im IoT sind es jedoch auch. Laut dem Beratungs- und Entwicklungsunternehmen Consol wird der Gefahr von Manipulationen oder fehlerhaften Übertragungen bisher noch nicht ausreichend Bedeutung beigemessen.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Datenmengen von heute extrem gering seien im Vergleich zu den Datenmengen, die künftig im IoT verarbeitet werden. Hier drängt sich die Frage auf, wer Zugriff auf die ganzen, teilweise persönlichen Daten erhält und was mit ihnen passiert. Damit der Datenschutz nicht automatisch auf der Strecke bleibt, wenn mehrere Milliarden Geräte untereinander vernetzt sind, müssten Hersteller wie Anwender mehr Wert auf Sicherheit legen – mit sicheren IoT-Geräten und durch ein höheres Sicherheitsempfinden. Hierbei werden auch funktionierende Firewalls und andere Sicherheitsmaßnahmen wichtiger denn je.

Allerdings weist Barry Brown, Professor für Mensch-Computer-Interaktion an der Universität Stockholm und Forschungsdirektor am dortigen Mobile Life Centre, auch darauf hin, dass schon seit Jahrzehnten eine Unmenge an vertraulichen Daten erhoben wird – allein durch die vielen Bonus- und Treuekarten. Und er ergänzt: »In Großbritannien verkaufen Privatunternehmen seit 1987 Gesundheitsdaten an Pharmafirmen, die neue Medikamente entwickeln. Viele glauben, dass die Datenauswertung ein neues Phänomen ist. Aber so neu ist sie gar nicht – lediglich ihr Umfang hat sich verändert.«

Eins ist sicher: Das Internet der Dinge wird künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Von den neuen Möglichkeiten profitieren können gleichermaßen Unternehmen wie auch jeder Einzelne. Unabdingbar dafür ist es, ein allgemeines Verständnis über die Herausforderungen der Vernetzung zu schaffen. Hier sind sowohl gesamtgesellschaftliche Lösungen und Strategien gefragt als auch ein individuelles Verständnis vom richtigen Datenhandling auf privater Ebene.

Jan Salomon

Dipl. Kaufmann, ist als Sales Manager FSC bei Essity Professional Hygiene für die Region DACH zuständig. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg sowie Université de Caen. Er war seit 2002 mit Schwerpunkt Vertrieb unter anderem Field Sales Manager bei Ferrero und als Key Account Manager bei SCA tätig.

Ob privater oder beruflicher Alltag – mittlerweile hält das Internet der Dinge in all unseren Lebensbereichen Einzug. Dabei haben neue Anwendungen durchaus das Potenzial, unsere Lebens- wie Arbeitsgewohnheiten grundlegend und dauerhaft zu verändern.

Schon heute hat sich das Internet der Dinge (Internet of Things oder »IoT«) einen festen Platz im Leben erobert – auch wenn es einem vielleicht gar nicht bewusst ist. Dabei verändert das IoT nicht nur die Art und Weise, wie Menschen das Internet nutzen, sondern verleiht Alltagsdingen auch einen Zusatznutzen, der über ihren ursprünglichen Gebrauchswert hinausreicht. Wie zum Beispiel die smarte Armbanduhr, die dank Sensoren Gesundheitsdaten sammelt und immer genau weiß, was der Nutzer tut und wie er sich dabei fühlt. Oder der vernetzte Rasierapparat, der selbstständig merkt, wann er neue Klingen nachbestellen muss. Neu ist auch die intelligente Zahnbürste, die via Smartphone-App mit dem Nutzer kommuniziert und ihm unter anderem mitteilt, wenn er mit zu viel Druck putzt. Noch versuchen viele Menschen allerdings herauszufinden, wohin die Reise  eigentlich führt, welche Möglichkeiten sie eröffnet beziehungsweise wo sie an ihre Grenzen stößt.

Das Internet der Dinge verbindet schon heute Daten aus vielen Bereichen unseres Lebens – von der Lichtsteuerung im Smart Home bis hin zu autonom fahrenden Autos

Der Traum von der Vernetzung

Klar ist hingegen: Beim Internet der Dinge geht es im Wesentlichen um die Vernetzung von Geräten über das Internet. Die Geräte können mit uns, aber auch untereinander kommunizieren – völlig ohne Menschen. Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung sind Smartphones, Wearables, Gesundheitsmessgeräte und autonome Autos. Gleichwohl beanspruchen mittlerweile sogar Kühlschränke und Kaffeemaschinen einen Platz im  immer größer werdenden Universum des Internets der Dinge.

Das IoT ist dabei nicht auf den Konsumsektor beschränkt. So lassen sich zum Beispiel Verkehrssensoren und Ampeln in Großstädten zu Verkehrsnetzwerken zusammenschalten, die den Verkehrsstrom autonom regeln. Genauso können weltweite Logistikketten nahtlos in Echtzeit überwacht werden. Die Idee, Geräte über das Internet zu vernetzen, ist nicht neu. Vielmehr liegt der aktuelle Hype größtenteils darin begründet, dass immer mehr Dinge drahtlos kommunizieren. Zudem wird Vernetzung immer billiger. Die Preise von Sensoren fallen und das rasante Wachstum bei Smartphones scheint ungebrochen.

Effizienz steigern, Kosten senken

Heute sind längst mehr Geräte via Internet verbunden, als es Menschen auf der Erde gibt. Das Technologieunternehmen Ericsson glaubt, dass es 2020 auf der Erde 7,6 Milliarden Menschen geben wird – und 50 Milliarden IoT-Geräte. Die Softwarefirma Cisco schätzt, dass sich mit dem IoT bis 2022 rund 14 Billionen US-Dollar verdienen lassen. Dabei bergen die IoT-Geräte und -Systeme enorme Effizienzgewinne – sowohl für Unternehmen als auch für jeden Einzelnen.

So konnte etwa Amazon die Produktivität in einigen seiner amerikanischen und europäischen Logistikzentren mehr als verdoppeln, indem dort autonome Kiva-Roboter den Betrieb organisieren. Mussten die Arbeiter bisher lange Wege zurücklegen, um die einzelnen Pakete aus den unterschiedlichen Regalen zum Verladen zu befördern, sind sie jetzt an stationären Verladeterminals tätig. Die Kivas bringen die Lagerregale mit den angeforderten Paketen direkt zu ihnen und markieren sie mit einem Laser, sodass die Arbeiter die Sendungen nur noch einscannen müssen.

Ein Beispiel aus Deutschland ist Roboter »Ray«. Das System parkt seit Sommer 2016 die Autos im VIP-Parkhaus am Düsseldorfer Flughafen auf den Zentimeter genau ein und bekommt so rund 40 Prozent mehr Fahrzeuge auf der gleichen Fläche unter als ein Mensch. Obendrein ist »Ray« mit dem Internet verbunden und informiert sich selbstständig über abfliegende und ankommende Flugzeuge, um die Autos so zu sortieren, dass sie je nach Ankunft der Besitzer pünktlich bereitstehen.

Ein bekanntes IoT-Beispiel aus dem Bereich der Smart-Home-Anwendungen ist »Nest«, ein Thermostat, das selbstständig den Tagesablauf des Benutzers erkennt und die Temperaturregelung im Haus da-rauf abstimmt. Das Gerät lässt sich via Smartphone, Tablet und PC zum Beispiel auf dem Rückweg von der Arbeit steuern und soll Energie- und Kosteneinsparungen bewirken.

Auch Waschräume werden zunehmend digital: Mit der IT-basierten Waschraumanwendung Tork EasyCubeTM von Tork wird ein bedarfsgerechtes Nachfüllen von Papier- und Seifen-spendern in Waschräumen möglich.(© Weedezign / iStock)

IoT + Facility Management = Tork EasyCubeTM

Energie- und Kosteneinsparungen durch IoT-Lösungen sind dabei nicht nur auf die heimischen vier Wände beschränkt, sie lassen sich auch im großen Stil realisieren. Denn die Digitalisierung und das Internet der Dinge haben auch Auswirkungen darauf, wie zukünftig ganze Gebäudekomplexe betrieben und instand gehalten werden. Mit IoT-Systemen lassen sich etwa Reinigungsprozesse optimieren sowie Ressourcen und Betriebskosten reduzieren. Hier setzt auch der IT-basierte Waschraumservice Tork EasyCubeTM an. Das Tool sammelt in Echtzeit via Sensortechnologie in den verknüpften Geräten Daten zu Besucherzahlen und Füllständen. Über eine intuitive Webanwendung erhält das Reinigungspersonal so detaillierte Informationen darüber, in welchen Waschräumen der Wartungsbedarf am dringendsten ist und wo aufgrund hoher Besucheranzahlen Reinigungsbedarf besteht. Zudem zeigt der Service an, mit welchen Verbrauchsmaterialien und -mengen der Reinigungswagen bestückt werden muss. Auf diese Weise gibt Tork EasyCubeTM Facility Managern die Möglichkeit, Waschräume effizienter sauber zu halten und gleichsam Kosten zu sparen. Darüber hinaus erleichtert es die Planung der Reinigungsrouten und trägt zu einer höheren Kundenzufriedenheit bei.

Davon ist auch Lukas von Känel überzeugt. Er ist Betriebsleiter im urbanen Konzeptcenter »Welle7« in Bern, wo Tork EasyCubeTM seit August 2016 im Einsatz ist und seither in den rund 30 Waschräumen für Hygiene auf höchstem Niveau sorgt. In Zahlen heißt das: Obwohl die Besucherzahlen in den Waschräumen von August 2016 bis November 2016 um 42 Prozent gestiegen sind, konnte die Zeit, in der die Spendersysteme beinahe leer waren, um 68 Prozent reduziert werden. »Ich denke, Tork EasyCubeTM leistet einen bedeutenden Beitrag dazu, dass sich die Kunden während ihres gesamten Aufenthalts bei uns wohlfühlen«, sagt von Känel.

Im Jahr 2015 implementierte bereits der Stockholmer Vergnügungspark Gröna Lund die webbasierte Anwendung in sein Facility Management, um die Reinigungsqualität in den Waschräumen zu steigern sowie kostengünstiger zu gestalten. Insgesamt 80 Waschräume sind auf dem Gelände in Betrieb und werden jedes Jahr von zirka 1,5 Millionen Parkbesuchern genutzt. Mithilfe des digitalen Services konnte der Freizeitpark die Besucherbeschwerden zu den Sanitäranlagen abstellen und belegt beim Kundenzufriedenheitsindex mittlerweile einen Wert von 80 Prozent. Darüber hinaus ließ sich der  Papierverbrauch um fünf Prozent senken. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

‍Über mobile Endgeräte wie das Handy oder ein Tablet werden die aktuellen Füllstände über Tork EasyCubeTM verschiedener Waschräume angezeigt.

Die Euphorie ist groß, die Sicherheit ausbaufähig

Das Internet der Dinge bietet schier unendliche Möglichkeiten, deren Reichweite noch gar nicht überblickt werden kann. Die Euphorie ist groß, die Baustellen im IoT sind es jedoch auch. Laut dem Beratungs- und Entwicklungsunternehmen Consol wird der Gefahr von Manipulationen oder fehlerhaften Übertragungen bisher noch nicht ausreichend Bedeutung beigemessen.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Datenmengen von heute extrem gering seien im Vergleich zu den Datenmengen, die künftig im IoT verarbeitet werden. Hier drängt sich die Frage auf, wer Zugriff auf die ganzen, teilweise persönlichen Daten erhält und was mit ihnen passiert. Damit der Datenschutz nicht automatisch auf der Strecke bleibt, wenn mehrere Milliarden Geräte untereinander vernetzt sind, müssten Hersteller wie Anwender mehr Wert auf Sicherheit legen – mit sicheren IoT-Geräten und durch ein höheres Sicherheitsempfinden. Hierbei werden auch funktionierende Firewalls und andere Sicherheitsmaßnahmen wichtiger denn je.

Allerdings weist Barry Brown, Professor für Mensch-Computer-Interaktion an der Universität Stockholm und Forschungsdirektor am dortigen Mobile Life Centre, auch darauf hin, dass schon seit Jahrzehnten eine Unmenge an vertraulichen Daten erhoben wird – allein durch die vielen Bonus- und Treuekarten. Und er ergänzt: »In Großbritannien verkaufen Privatunternehmen seit 1987 Gesundheitsdaten an Pharmafirmen, die neue Medikamente entwickeln. Viele glauben, dass die Datenauswertung ein neues Phänomen ist. Aber so neu ist sie gar nicht – lediglich ihr Umfang hat sich verändert.«

Eins ist sicher: Das Internet der Dinge wird künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Von den neuen Möglichkeiten profitieren können gleichermaßen Unternehmen wie auch jeder Einzelne. Unabdingbar dafür ist es, ein allgemeines Verständnis über die Herausforderungen der Vernetzung zu schaffen. Hier sind sowohl gesamtgesellschaftliche Lösungen und Strategien gefragt als auch ein individuelles Verständnis vom richtigen Datenhandling auf privater Ebene.

Jan Salomon

Dipl. Kaufmann, ist als Sales Manager FSC bei Essity Professional Hygiene für die Region DACH zuständig. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg sowie Université de Caen. Er war seit 2002 mit Schwerpunkt Vertrieb unter anderem Field Sales Manager bei Ferrero und als Key Account Manager bei SCA tätig.

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