BIM und FM – Wohin geht die Reise?

Smart Building, AR / VR, IoT, AI, BIM – schöne neue Welt!

© NicoElNino / thinkstock
April 18, 2016
Ralph Englert
Director of Sales
Dr. Sasse AG

Smart Building, Augmented & Virtual Reality, IoT, AI, B IM – schöne neue Welt! Als Megatrend durchdringt das Thema Digitalisierung alle Wirtschaftszweige. FM kann und darf sich dem nicht entziehen. Die bewährten Geschäftsmodelle des Facility Managements drohen dem aber zum Opfer zu fallen. Dabei entscheidet nicht das Geschäftsmodell als solches, sondern die Flexibilität und Investitionsbereitschaft des Unternehmens und seine Mitarbeiter. Auch mit erforderlichen Synapsen und Systemen versehene Services und Geschäftsprozesse werden benötigt, um an die digitalen Schnittstellen seiner Auftraggeber erfolgreich anzudocken. Der Begriff »Service 4.0« muss neben »Industrie 4.0« durch das Facility Management geprägt und aktiv gestaltet werden. Mit der Implementierung eines cloudbasierten Service- und Qualitätsmanagementsystems stellte sich die Dr. Sasse AG bereits vor mehr als vier Jahren dieser Anforderung. Die gewonnenen Erfahrungen lehren uns, dass gezielte Investitionen in digitale Kompetenz, Schulungsprogramme und leistungsfähige Partner für eine erfolgreiche Umsetzung unabdingbar sind.

‍Ralph Englert, Director of Sales, Dr. Sasse AG , beim Vortrag über BIM – Im Spannungsfeld zwischen Planer, Projektmanager und Betreiber, Quelle: Dr. Sasse AG , 15.03.2017 , FM Kolloquium

BIM-Kompetenz erforderlich

Building Information Modeling (BIM), als innovative Methode der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Planungs-und Projektentwicklungsphase von Immobilien, offeriert dem späteren Betreiber das Datenmodell und Potenzial für mehr Transparenz und Produktivität. Damit sinken Kosten wie Risiken.

Bei BIM stehen deutsche Planer und Projektentwickler noch am Anfang einer Entwicklung. Per Ministerdekret hat die öffentliche Hand die Weichen voll auf BIM gestellt. Und von den Baukonzernen wird es bereits als Industriestandard über alle Lebenszyklusphasen proklamiert.

Und wo steht das FM? FM befindet sich aktuell in einer Empfängerposition und muss daher schnell lernen, auf die Seite des Senders zu wechseln. Dazu benötigt es BIM-Kompetenz. Konkret geht es hier um die Definition von Daten, die für das spätere Betreiben von Immobilien relevant sind. Denn genau hier besteht die Tücke. Denn BIM ist Big Data. FM muss es verstehen, diese durch Betreiberkompetenz in Smart Data zu verwandeln. Denn hier allein zählt: Content is King! Sonst erlischt der operative Mehrwert in einem Datennirwana. Will FM diese Mehrwerte heben, muss es in der Standardisierung von Datenmodellen und Schnittstellen eine aktive Rolle einnehmen. Nur so kann es in die heute angewandten Servicemanagementsysteme und CAFM-Lösungen integriert und erfolgreich angewandt werden.

‍Die vom BIM gelieferten Datenmengen können durch die Betreiberkompetenz des FM in operativ nutzbare Smart Data umgewandelt werden (© NicoElNino / thinkstock)

Damit gewinnt auch die alte Weisheit, FM bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase einzubinden, wieder Rückenwind. Mantraartig wird es seit Jahren wiederholt, doch in der Praxis ist es wenig bis gar nicht anzutreffen. Denn welcher

Bauherr beziehungsweise Projektentwickler kennt schon in der Planungsphase seinen späteren Betreiber? FM muss deshalb Lösungen entwickeln, diese Hürde zu überspringen, um nicht länger am Ende der BIM-Nahrungskette zu stehen. Die Dr. Sasse AG hat es sich deshalb zum strategischen Ziel gesetzt, eine aktive Rolle als FM-Kompetenzpartner in der Definition von B IM-relevanten Standards und in der Entwicklung von Lösungen einzunehmen. Denn zuletzt zählt nach wie vor der Grundsatz, dass die spätere Nutzung und der Betrieb einer Immobilie das wesentliche Ziel der Planung und Realisierung eines Bauprojektes ist.

Ralph Englert 

ist gelernter Energieanlagenelektroniker. Er studierte an der Akademie für Immobilienwirtschaft (ADI) in München, wo er heute eine Dozententätigkeit für Facility Management ausübt. 2013 wechselte er in die Holding der Sasse Unternehmensgruppe und verantwortet heute die Gesamtvertriebsleitung der Dr. Sasse AG.

Smart Building, Augmented & Virtual Reality, IoT, AI, B IM – schöne neue Welt! Als Megatrend durchdringt das Thema Digitalisierung alle Wirtschaftszweige. FM kann und darf sich dem nicht entziehen. Die bewährten Geschäftsmodelle des Facility Managements drohen dem aber zum Opfer zu fallen. Dabei entscheidet nicht das Geschäftsmodell als solches, sondern die Flexibilität und Investitionsbereitschaft des Unternehmens und seine Mitarbeiter. Auch mit erforderlichen Synapsen und Systemen versehene Services und Geschäftsprozesse werden benötigt, um an die digitalen Schnittstellen seiner Auftraggeber erfolgreich anzudocken. Der Begriff »Service 4.0« muss neben »Industrie 4.0« durch das Facility Management geprägt und aktiv gestaltet werden. Mit der Implementierung eines cloudbasierten Service- und Qualitätsmanagementsystems stellte sich die Dr. Sasse AG bereits vor mehr als vier Jahren dieser Anforderung. Die gewonnenen Erfahrungen lehren uns, dass gezielte Investitionen in digitale Kompetenz, Schulungsprogramme und leistungsfähige Partner für eine erfolgreiche Umsetzung unabdingbar sind.

‍Ralph Englert, Director of Sales, Dr. Sasse AG , beim Vortrag über BIM – Im Spannungsfeld zwischen Planer, Projektmanager und Betreiber, Quelle: Dr. Sasse AG , 15.03.2017 , FM Kolloquium

BIM-Kompetenz erforderlich

Building Information Modeling (BIM), als innovative Methode der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Planungs-und Projektentwicklungsphase von Immobilien, offeriert dem späteren Betreiber das Datenmodell und Potenzial für mehr Transparenz und Produktivität. Damit sinken Kosten wie Risiken.

Bei BIM stehen deutsche Planer und Projektentwickler noch am Anfang einer Entwicklung. Per Ministerdekret hat die öffentliche Hand die Weichen voll auf BIM gestellt. Und von den Baukonzernen wird es bereits als Industriestandard über alle Lebenszyklusphasen proklamiert.

Und wo steht das FM? FM befindet sich aktuell in einer Empfängerposition und muss daher schnell lernen, auf die Seite des Senders zu wechseln. Dazu benötigt es BIM-Kompetenz. Konkret geht es hier um die Definition von Daten, die für das spätere Betreiben von Immobilien relevant sind. Denn genau hier besteht die Tücke. Denn BIM ist Big Data. FM muss es verstehen, diese durch Betreiberkompetenz in Smart Data zu verwandeln. Denn hier allein zählt: Content is King! Sonst erlischt der operative Mehrwert in einem Datennirwana. Will FM diese Mehrwerte heben, muss es in der Standardisierung von Datenmodellen und Schnittstellen eine aktive Rolle einnehmen. Nur so kann es in die heute angewandten Servicemanagementsysteme und CAFM-Lösungen integriert und erfolgreich angewandt werden.

‍Die vom BIM gelieferten Datenmengen können durch die Betreiberkompetenz des FM in operativ nutzbare Smart Data umgewandelt werden (© NicoElNino / thinkstock)

Damit gewinnt auch die alte Weisheit, FM bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase einzubinden, wieder Rückenwind. Mantraartig wird es seit Jahren wiederholt, doch in der Praxis ist es wenig bis gar nicht anzutreffen. Denn welcher

Bauherr beziehungsweise Projektentwickler kennt schon in der Planungsphase seinen späteren Betreiber? FM muss deshalb Lösungen entwickeln, diese Hürde zu überspringen, um nicht länger am Ende der BIM-Nahrungskette zu stehen. Die Dr. Sasse AG hat es sich deshalb zum strategischen Ziel gesetzt, eine aktive Rolle als FM-Kompetenzpartner in der Definition von B IM-relevanten Standards und in der Entwicklung von Lösungen einzunehmen. Denn zuletzt zählt nach wie vor der Grundsatz, dass die spätere Nutzung und der Betrieb einer Immobilie das wesentliche Ziel der Planung und Realisierung eines Bauprojektes ist.

Ralph Englert 

ist gelernter Energieanlagenelektroniker. Er studierte an der Akademie für Immobilienwirtschaft (ADI) in München, wo er heute eine Dozententätigkeit für Facility Management ausübt. 2013 wechselte er in die Holding der Sasse Unternehmensgruppe und verantwortet heute die Gesamtvertriebsleitung der Dr. Sasse AG.

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